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Oswald Mathias Ungers

Haus Belvederestraße 60, Köln-Müngersdorf
Artikelnr.: 134628
Autor/Hrsg. Ehmann, Walter / Grimm, Bernd / Pehnt, Wolfgang
Artikeltyp Titel
Herausgeber Ehmann, Walter / Grimm, Bernd / Pehnt, Wolfgang
Erscheinungsjahr 2016
Seiten 64 Seiten, 70 Abb.
Format Geb 29 x 30,5 cm
Sprache englisch
Produktart Bücher
Verlag Edition Axel Menges
AktVKPreisNettoManuell 33,64
AktVKPreisNettoUSDManuell 37,7
ISBN/ISSN 9783932565809
ISBN_MitManuell 978-3-932565-80-9
AktuellSubspreisManuell Nein
HasMarktschreierInfoManuell Nein
Text dt./engl.
»Das Haus ist ein Abbild der Idee von Welt, von Leben, von Existenz.« Für den Kölner Architekten Oswald Mathias Ungers (1926 bis 2007), Besitzer einer berühmten Sammlung von Büchern über Architektur, der sich mit dem Bauen immer wieder auch theoretisch auseinandergesetzt hat, war 1958/59 der Bau des eigenen Hauses mehr als ein privates Abenteuer. Für ihn bedeutete es den Gewinn räumlicher Erfahrungen und eine Erprobung des Möglichen. Es war ein Laboratorium, »ein kleines Universum«, »ein Weltstück«. Nicht weniger als drei Wohnhäuser hat Ungers für sich und seine Familie im Laufe seines Lebensgebaut, zwei im Kölner Vorort Müngersdorf, eines in der Eifel. Schon das erste, dem dieser Band gewidmet ist, erregte internationales Aufsehen es galt als wichtiges Beispiel des sogenannten Brutalismus. Es zeige »alles, was ich damals konnte«, schrieb Ungers zu dem Bau. Einhüllung und Bergung, Metamorphose und Transformation, Autonomieanspruch der Architektur, aber auch Rücksichtnahme auf den genius loci waren gewollt. Architekten bauten damals gern Bungalows im Grünen für sich. Ungers dagegen siedelte sich in einem Ort mit Spuren römischer Vergangenheit an und erwarb ein Grundstück, das an eine bereits existierende Zeile von Reihenhäusern anschloß. Drei Jahrzehnte später erweiterte Ungers den Formenkatarakt des Erstlings um einen geometrisch strengen Würfel, bestimmtfür seine Bibliothek. Von der Überraschungsästhetik des Frühwerks führte der Weg zur rigorosen Abstraktheit des Spätwerks. Auch dieses Gebäude in seiner Andersartigkeit und im Zusammenspiel mit seinem Vorgänger wurde zu einem Manifest. Es entspricht der Auffassung vom Haus als kleiner Stadt und derStadt als großem Haus, eine Idee, die seit Alberti die europäische Architekturgeschichte durchzieht. Trotz aller Unterschiede machen die beiden kontrastierenden Formate gemeinsameSache. Sie spiegeln »eine Welt voller Widersprüche, Illusionen und Wirklichkeiten, die das ganze Spektrum vom Bild der Architektur, der Fiktion bis zur Wirklichkeit der Funktion wiedergibt «. Heute ist das Haus der Sitz des UAA, des UngersArchivs für Architekturwissenschaft. Wolfgang Pehnt war oftbei Ungers zu Gast. Der Autor eines maßgeblichen Buches über die Architektur des Expressionismus hat schon in den Jahren, als Ungers sich noch für den Expressionismus interessierte, von dessen Materialsammlung profitiert. So kennt er auch das Haus in all seinen Einzelheiten. In seiner Darstellung bietet die Entstehungsgeschichte des Hauses einen Zugang zum eindrucksvollen Lebenswerk eines großen deutschen Architekten.;
 
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