Ein historischer Wasserturm ohne Funktion, ein verbautes Wohnhaus
aus den 1920er-Jahren oder eine aufgegebene Kirche aus der Nach-
kriegszeit – im neuen Band der Reihe »Stadt Neu!« des Denkmal-
vereins Hamburg werden besonders mutige Bauherr:innen und ihre
beeindruckenden Sanierungsergebnisse vorgestellt. Zwei Objekte
erzählen vom gesellschaftlichen Wandel: Die einst militärisch ge-
nutzte Viktoria-Kaserne wurde zu einem lebendigen Zentrum zivil-
gesellschaftlichen Engagements (in dem auch der umtriebige Denk-
malverein sein Büro hat), und die ehemalige Kirche St. Nikodemus
wurde durch reversible Eingriffe und eine klare Trennung von Alt
und Neu zu einem modernen Ausstellungszentrum. Neben diesen
großen Funktionswechseln liegt ein Fokus des wieder exzellent be-
bilderten Buches auf gestalterischen und baukonstruktiven Details
wie z. B. im »Haus Schneider« oder im Philosophenturm der Univer-
sität Hamburg. Alle Objekte zeigen, wie wichtig Material und Hand-
werk sowohl für die historische Aussagekraft als auch für die baukul-
turelle Qualität sind – vom besonderen Farbkonzepte über kunstvolle
Detailarbeiten bis hin zu den authentischen Geschichtsspuren, die
die Nutzer:innen in Resonanz mit der gebauten Vergangenheit bringen.
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