Die 1876 eingeweihte Johanneskirche, das Meisterwerk von Christian Friedrich von Leins (1814 – 1892), ist die bedeutendste neugotische Kirche in Württemberg. Von außen stellt sich die Kirche rein gotisch dar; die Maßwerkpyramide auf dem Turm ist den Kriegszerstörungen zum Opfer gefallen. Im Inneren zeigt sich, wie Leins die Gotik für den evangelischen Gottesdienst produktiv weiterentwickelt hat. Zum einen durch den Einbau von Emporen, zum anderen hat er die Kreuzung von Längs- und Querschiff zu einem achteckigen Zentralraum ausgebildet, in dem die Hauptstücke des evangelischen Gottesdienstraums, nämlich Altar, Kanzel und Taufstein, Platz finden.
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