Die japanische Architektur, die für ihre Ästhetik und ihr gewagtes Design hoch gelobt wird, ist seit dem Zweiten Weltkrieg in einem gesellschaftskritischen Diskurs verwurzelt. Vor allem in den 1970er Jahren diente das Haus als Mittel der Kritik und strategischen Positionierung auf diesem „intellektuellen Schlachtfeld“. In den 1990er Jahren stellte Toyo Ito diesen Ansatz in Frage. Was folgte, war eine umfassende Debatte über das sich wandelnde Verhältnis zwischen Wohnen, zeitgenössischer Architektur und Gesellschaft, die der Kritik abträglich war – und den globalen Wandel hin zur sogenannten postkritischen Philosophie widerspiegelt.In diesem Buch reflektieren 20 japanische Architekten – darunter Toyo Ito, Kengo Kuma, Yoshiharu Tsukamoto und Kentaro Yamazaki – in Interviews und Essays über diesen Wandel und zeigen eine lebendige, wenn auch subtilere Form der Kritik in der zeitgenössischen Praxis.
Sicherheitshinweis:
Quart Verlag GmbH
GVA Gemeinsame Verlagsauslieferung
GmbH Co. KG
Postfach 2021
37010 Göttingen.
info@gva-verlag.de