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Die erste deutsche Bauausstellung fand 1900 in Dresden statt und begründete eine kuratorische Praxis, die mit den Internationalen Bauausstellungen (IBA) bis heute lebendig ist und ein Millionenpublikum anzieht. Von der Weltausstellung zur Bauausstellung widmet sich anhand von zwanzig, zum Teil erstmals erforschten internationalen Fallbeispielen einer Architekturgeschichte großer Ausstellungen, die Städte und Regionen geprägt haben. Die Autorin zeigt, wie sich die Veranstaltenden die Typologien von Welt-, Industrie-, Kunstgewerbe- und Kolonialausstellungen aneigneten und wie Architektur, Raumbildung und Repräsentation sich gegenseitig beeinflussten. Sie zeichnet die Entwicklung von der World's Fair 1851 zur Interbau 1957 nach und geht dabei auf Kommunikationsmethoden, auf industrielle Präfabrikation, Stadt- und Siedlungskonzepte, aber auch auf Inklusions- und Exklusionsstrategien ein.